GbR, OHG oder KG: Personengesellschaften ermöglichen das gemeinsame Wirtschaften mehrerer Partner. Hier erfahren Sie, welche Form für Ihre Situation passt.
Was ist eine Personengesellschaft?
Personengesellschaften sind Zusammenschlüsse von mindestens zwei natürlichen oder juristischen Personen, die gemeinsam eine unternehmerische Tätigkeit ausüben. Im Mittelpunkt steht die persönliche Mitarbeit und Verbundenheit der Gesellschafter – daher der Name.
In Deutschland gibt es mehrere Formen der Personengesellschaft, die sich in Haftung, Struktur und Verwendungszweck unterscheiden.
Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
Die GbR ist die einfachste Form der Personengesellschaft und entsteht bereits durch einen formfreien Gesellschaftsvertrag – auch mündlich. Sie ist ideal für kleinere Gemeinschaftsprojekte, Freiberufler-Zusammenschlüsse oder Start-ups in der Frühphase.
Alle Gesellschafter haften gesamtschuldnerisch und unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen. Die GbR wird nicht ins Handelsregister eingetragen (außer sie ist nach dem MoPeG 2024 als eGbR eingetragen).
Die Offene Handelsgesellschaft (OHG)
Die OHG ist eine GbR, die einen vollkaufmännischen Gewerbebetrieb betreibt. Sie muss ins Handelsregister eingetragen werden. Alle Gesellschafter haften unbeschränkt und gesamtschuldnerisch. Die OHG eignet sich für Handelsunternehmen mit mehreren Gesellschaftern, die alle aktiv am Unternehmen mitwirken.
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Jetzt Anbieter vergleichenDie Kommanditgesellschaft (KG)
Die KG hat zwei Arten von Gesellschaftern: den Komplementär (haftet unbeschränkt) und die Kommanditisten (haften nur mit ihrer Einlage). Diese Struktur eignet sich, wenn stille Investoren eingebunden werden sollen, ohne dass sie persönlich mit ihrem Privatvermögen haften.
Eine besondere Variante ist die GmbH & Co. KG, bei der eine GmbH Komplementär ist. So wird die unbeschränkte Haftung auf das Kapital der GmbH begrenzt.
Steuerliche Behandlung von Personengesellschaften
Personengesellschaften werden steuerlich transparent behandelt: Die Gesellschaft selbst zahlt keine Einkommensteuer. Stattdessen werden Gewinne und Verluste direkt den Gesellschaftern zugerechnet und bei diesen versteuert (Transparenzprinzip). Gewerbesteuer fällt auf Ebene der Gesellschaft an.
Diese Transparenz kann ein Vorteil sein, wenn Verluste in der Anfangsphase mit anderen Einkünften der Gesellschafter verrechnet werden sollen.
Die richtige Rechtsform wählen
Die Wahl der Rechtsform hängt von mehreren Faktoren ab: Anzahl der Gründer, gewünschter Haftungsbeschränkung, Kapitalbedarf und Wachstumsplänen. Lassen Sie sich von einem Steuerberater oder Rechtsanwalt beraten, um die für Ihr Vorhaben optimale Struktur zu finden.
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